Heidi Biebl Ehemann

Heidi Biebl Ehemann
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Heidi Biebl Ehemann | Er war ein deutscher Skirennläufer, der bei den Olympischen Winterspielen 1960 in Squaw Valley, Kalifornien, USA, eine Goldmedaille im Abfahrtslauf gewann.

Ihr Interesse am alpinen Wintersport begann für Heidi Biebl schon sehr früh. Nach dem Abitur in Immenstadt ging sie als Auszubildende in eine Skimanufaktur in Erbach bei Ulm.

Es war lange her, dass ihr ihre ersten Rennsiege als Teenager solche Freude bereitet hatten. Nach Jahren harter Arbeit hat sie sich einen Platz in der Damen-Nationalmannschaft des Deutschen Skiverbands (DSV) verdient.

Als sie 1960 in Squaw Valley die olympische Goldmedaille für den Abfahrtslauf gewann, galt sie als ihre beste Leistung im Leben. Mit 19 Jahren war sie die jüngste Goldmedaillengewinnerin des Wettbewerbs.

Dass Heidi Biebl den ersten Platz belegte, obwohl Sportexperten ihr aufgrund ihrer starken Leistung in den vorolympischen Wettkämpfen Medaillenplätze prognostiziert hatten, war für das gesamte deutsche Team eine große Freude.

Bei den Olympischen Winterspielen 1960 gab es mit ihr und Barbara Henneberger zwei Medaillengewinnerinnen im Skisport, die beide im Allgäuer Städtchen Oberstaufen geboren und aufgewachsen sind (damals rund 4.500 Einwohner).

Der DSV verweigerte ihr die Teilnahme an der Alpinen Skiweltmeisterschaft in Portillo, und Sportdirektor Fritz Wagnerberger sagte, sie habe in den letzten Trainingswochen vor Beginn der Meisterschaft “nicht das erforderliche Leistungsniveau erreicht”.

Heidi Biebl führte ihre Krankheit nach eigenen Worten auf ihren starken Zigarettenkonsum zurück, weshalb sie sich entschied, sich vom Sport zurückzuziehen.

Später strebte sie eine Skilehrerausbildung an und gründete ihre eigene Skischule, wo sie sich unter anderem auf Kurse für Kinder und Jugendliche spezialisierte.

Das von ihr besessene und betriebene Hotel im Schrothkurort Oberstaufen war eine weitere wichtige Einnahmequelle für sie.

Nach ihrer sportlichen Karriere arbeitete sie beim Fernsehen, wo sie viele Jahre als Co-Kommentatorin von Sportübertragungen tätig war.

Ihr Mann Bora und Heidi Biebl waren 48 Jahre verheiratet, als sie starb. Nach einer Operation im Klinikum Immenstadt wegen eines Venenleidens in den Beinen am 20. Januar 2022 verstarb Heidi Biebl laut Todesanzeige im Alter von 80 Jahren.

Für die Goldmedaille wurde sie mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Als Ergebnis ihrer drei kombinierten Siege im Jahr 1965 wurde ihr der Große Bambi verliehen, die damals größte Auszeichnung im SDS-Rennsport.

Die einzigen anderen Frauen, die drei Kombinationsrennen bei den SDS-Rennen gewonnen hatten, waren Madeleine Berthod und Christl Cranz, und ihnen wurde diese Ehre zuteil.

Der Goldene Ski des Deutschen Skiverbandes ist die bedeutendste Auszeichnung im Skisport in Deutschland.

Zu ihrer Ehre wurde in ihrer Heimatstadt Oberstaufen der Heidi-Biebl-Weg nach ihr benannt, alle ihre Orden sind im Historischen Museum der Stadt ausgestellt.

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